19. September 2015

Stammtisch

Besuch von der Insel

Delegation aus der englischer Partnerstadt Harpenden zu Gast in Alzey vom 3.-7. Juli 2015

Auf der Arbeit, bei der Ausübung eines Hobbys oder auf Festen – überall finden Menschen Freunde. Aber wie sieht es mit länderübergreifenden Freundschaften aus? Kann so etwas funktionieren? Die „Freunde von Harpenden“ und ihr Pendant, die „Friends of Alzey“, haben auch dieses Jahr unter Beweis gestellt, dass es möglich ist. Fünf Tage waren 25 Engländer in Alzey zu Besuch.

Wohnen in Gastfamilien

 „Es sind einige Neue dabei gewesen. Aber auch viele langjährige Freundschaften sind entstanden“, verrät die Erste Vorsitzende Gabriele Müller-Gebhardt. Harpenden ist seit 1963 eine Partnerstadt von Alzey. Die „Freunde von Harpenden“ wurden 1981 als nicht eingetragener Verein ins Leben gerufen. „Ziel des Vereins ist es, private Kontakte zwischen Familien aus Alzey und Umgebung und den englischen Familien in Harpenden zu knüpfen“, sagt Müller-Gebhardt. Das Gegenstück auf der britischen Insel sind die „Friends of Alzey“ in Harpenden unter dem Vorsitz von John Lough.

Wie bei einem Schüleraustausch werden die angereisten Familien privat in Gastfamilien untergebracht. So auch dieses Mal. Bei ihrer Ankunft wurden die „Friends of Alzey“ von Bürgermeister Christoph Burkhard im Museum empfangen. Anschließend konnten sich Gäste und Gastgeber bei einem Glas Wein begrüßen. „Die Freude der Teilnehmer, sich wiederzusehen, war groß“, berichtet die Vorsitzende.

Wanderung durch Weinberge

Am nächsten Tag ging es weiter zur Festung Ehrenbreitstein nach Koblenz. Von dort gelangten die Teilnehmer mit einer Seilbahn in die Innenstadt. Der zeitliche Ablauf, wann welcher Programmpunkt stattfinde, sei immer ähnlich organisiert, erläutert Müller-Gebhardt. Der folgende Tag stand den Teilnehmern und ihren Gastfamilien zur freien Verfügung. Abends trafen sich alle Beteiligten in der Museumsschänke Frangel in Alzey-Schafhausen. Zum Abschluss besuchten die Teilnehmer die Wingertshäuschenwanderung in Alzey.

„Die Teilnehmer sind immer rege dabei. Sie freuen sich sehr über die Zusammenkünfte oder die Fahrten nach England“, sagt die Vorsitzende. Alleinreisende wie auch Familien mit Kindern sind am Austausch beteiligt. Sprachliche Barrieren seien allerdings kein Hindernis, verrät Müller-Gebhardt. „Es gibt immer Familien hier wie auch dort, die beide Sprachen gut sprechen und das ausgleichen“, sagt sie.
Finanziert wird der Verein aus den Mitgliedsbeiträgen. Pro Kopf werden bescheidene zwölf Euro im Jahr kassiert. Die Unterstützung der Stadt habe aber in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen, sagt Gabriele Müller-Gebhardt. Neun ehrenamtliche Vorstandsmitglieder sind für die Organisation auf deutscher Seite verantwortlich.

Neben dem Austauschprogramm gibt es vier- bis fünfmal pro Jahr einen offenen Stammtisch. Die Vorsitzende Müller-Gebhardt erklärt: „Es sind alle Interessenten, unabhängig vom Alter, herzlich willkommen. Wir freuen uns über jeden Neuzugang.“

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